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"Palos y ron " ( Schläge und Rum) - komplettiert das breitgefächerte Angebot des Festibaam 2004

Gleich zu Beginn der Programminformationen zum Festibaam 2004 können wir eine gute Nachricht vorwegnehmen: das Organisationskomitee hat keinen Einsatz und keine Mühen gescheut, Ihnen auch dieses Jahr en reichhaltiges Theaterprogramm zu bieten: zu den bereits vorgestellten Werken von " Diosas del olvido" der Compañía Abrego aus Kantabrien (Spanien), dem " Angstmän" gespielt von TAK (Theater aus Köln) und " Sólo para parejas" präsentiert von der Gruppe Talía, gesellt sich das Stück " Palos y ron " (Schläge und rum) von Santa Morel.
Die Dominikanerin Santa Morel, eine junge, couragierte Schauspielerin und Regisseurin, ansässig in Katalonien, wird uns mir diesem Pseudomonolog in Verwunderung und Erstaunen versetzen: " Palos y ron " behandelt 2 Themen, die leider im heutigen Spanien einen sehr aktuellen Bezug haben: die Mißhandlung der Frau, sprich die häusliche Gewalt und die Immigration - eingebunden in ein theatrales Trionon durchzogen von überlieferten Riten, das "sozial -explosiv " zu werden verspricht .
Der Titel des Stücks ist bereits selbsterklärend : " Palos" - Schläge nicht nur gemeint als inhaltliche Referenz zum Mißhandlungstatbestand, sondern auch als assoziative Brücke zu diesem für die dominikanische Region und die Karibik so typischen Rhythmus; " Rum " steht für dieses ebenso karibisch geprägte wie schmackhafte Getränk, das so tief verbunden ist mit den religiösen Riten der dominikanischen Volksreligion. Und hier nun macht das Festibaam seinem Namen gleich dreifach Ehre: eine Theatertruppe, die aus Spanien kommt ( - also iberisch ist) , erdacht von einer Dominikanerin afro-amerikanischer Hautfarbe, die den Missbrauch und die Diskriminierung der Frau ebenso wie ihres Geschlechts und das Problem der Immigration in Europa theatralisch thematisiert: Dies ist das dritte Stück der dritten Ausgabe unseres Festibaam und das alles präsentiert in drei Sprachen: Spanisch, " Patois" (Kreolisch) und Katalanisch! Die Produktionsleitung liegt in den Händen einer anderen wunderbaren dominikanischen Frau, die in Berlin lebt und auf eine einzigartige internationale Theaterkarriere verweisen kann. Alanna Lockward . Die szenische Gestaltung wird übernommen von dem Katalanen Javier Limiñana, sowie die Gesamtkoordination kompetent verantwortet von der ebenfalls in Berlin lebenden Deutschkolumbianerin Henriette Wiese.
Wie sie dem Foto aus einer der Aufführungen des Stücks entnehmen können - Santa Morel zeigt sich " scham-los" und holt einfach das Beste aus sich heraus ! Es lebe die Karibik !
Dieses Wunder des dreifach- kontinentalen Synkretismus dürfen Sie einfach nicht versäumen - es ist ein absoluter Leckerbissen des Festibaam 2004 !!!

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